Neuigkeiten — Neuer EU-Bericht: Antibiotika immer öfter unwirksam

Neuer EU-Bericht: Antibiotika immer öfter unwirksam

Neue Daten, die durch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit veröffentlicht wurden zeigen, dass Antibiotika immer weniger effektiv bei der Behandlung von Erkrankungen durch Keime werden.

Welche Folgen können resistente Keime haben?

Nach dem Report, der sich auf europaweit erhobene Daten aus 2017 bezieht, lässt sich bei verschiedenen Keimen wie z.B. Salmonellen länderübergreifend ein hohes Maß an Resistenzen gegenüber Antibiotika beobachten.  Das bedeutet, dass Antibiotika, die eigentlich eingesetzt werden, um diese Keime zu bekämpfen, nicht mehr wirken können. Als Folge können die entsprechenden Antibiotika nicht mehr zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden, die durch Keime wie z.B. Salmonellen entstehen.

Was können wir gegen diese Entwicklung tun?

Um sicherzustellen, dass Antibiotika auch in Zukunft noch eingesetzt werden können, muss ein grundsätzlicher Wandel und langfristiges Umdenken stattfinden. Nach dem sog. „One Health Action Plan“ ist es notwendig, Antibiotikaresistenzen sowohl im Bereich der menschlichen Gesundheit und der Tiergesundheit, als auch in der Umwelt zu bekämpfen. Darunter fällt, den Einsatz von Antibiotika sowohl in der Human- als auch der Tiermedizin zu reduzieren.

Wir möchten dort, wo wir Einfluss nehmen können, einen ersten Schritt gehen: Mit unserer HerzensSACHE zeigen wir eine Möglichkeit auf, den Antibiotikaeinsatz bei der Aufzucht von Tieren wirksam und nachhaltig deutlich zu reduzieren. Den Landwirten im GOA-Programm (GOA = gezüchtet ohne Antibiotika) gelingt es durch jahrelange Erfahrung und Forschung, aber vor allem durch intensive Fürsorge und Beobachtung einen Großteil der Tiere zu 100% antibiotikafrei aufzuziehen. Der deutlich verringerte Einsatz von Antibiotika ist notwendig, um langfristig die Bildung von Resistenzen zu bekämpfen.

Wir hoffen, mit unserer HerzensSACHE einen ersten Anstoß zu geben und zu einer langfristig positiven Entwicklung in unserer Branche beitragen zu können.